8. Juni bis 10. Juli 2026
Mo – Fr / 13:00 – 18:00
Barbara Tunkowitsch, Katarina Matiasek,
Josef Fürpaß, Martin Gansberger, Hans Kupelwieser

‚what the eye assumes – glauben wir, was wir sehen?‘ setzt bei jener Selbstverständlichkeit an, mit der visuelle Eindrücke als gegeben hingenommen werden. Es werden Sehgewohnheiten und deren Interpretationen, Routinen des Blicks und die Annahmen, die unser Wahrnehmen strukturieren, untersucht.
In den gezeigten Arbeiten von Barbara Tunkowitsch, Katarina Matiasek, Josef Fürpaß, Martin Gansberger und Hans Kupelwieser wird Sehen nicht als verlässliche Instanz verstanden, sondern als ein fragiler, von Erfahrung, Erwartung und Aufmerksamkeit geprägter Vorgang.
Wir befinden uns inmitten eines Prozesses, dessen Entwicklung noch nicht absehbar ist. Algorithmen, Deepfakes, Wahrheit und „Trug“ sowie unablässig strömende Bilder überlagern und beschleunigen unsere Wahrnehmung – unser Sehen wird zunehmend prekär.
Die Ausstellung thematisiert die stillen Annahmen des Blicks und die Spannung zwischen Gewohnheit, Erwartung und Irritation. Sie richtet den Fokus auf jenen Moment zwischen Bild und Bedeutung, in dem das Gesehene bereits als verstanden gilt – und auf unsere Bereitschaft, visuelle Informationen zu ordnen und als Gewissheiten zu interpretieren.
In einer Gegenwart permanenter Bilderproduktion wird Sehen zu einer Handlung unter Zeitdruck. ‚what the eye assumes – glauben wir, was wir sehen?‘ zeigt Bildräume, in denen diese Geschwindigkeit verlangsamt und die Selbstverständlichkeit des Erkennens hinterfragt wird.
plus / guided tour in english
Thursday, July 2nd, 4:00 PM
with Emily Childs
no registration required
plus / workshop
Martin Gansberger / 19.06. 13:00 – 16:00
plus / meet the artist
Barbara Tunkowitsch / 16.06. 15:00 – 17:00
Josef Fürpaß / 18.06. 15:00 – 17:00
Martin Gansberger / 19.06. 16:00 – 18:00
Katarina Matiasek / 25.6. 16:00 – 18:00
Hans Kupelwieser / 10.7. 16:00 – 17:00 / abgesagt
Katarina Matiasek / Barbara Tunkowitsch / Josef Fürpaß / Martin Gansberger / Hans Kupelwieser
